BION-Konferenz 2014

1st International BION conference 2014: "Biodiversity today for tomorrow"

September, 17th to 19th in Bonn, Germany

Conference Declaration now available: BION Conference Declaration 2014 (PDF)

Die erste internationale BION-Konferenz liegt nun im vergangen Jahr und das BION-Sekretariat ist sehr zufrieden mit dem Ablauf dieser ersten Konferenz.

Vom 17. bis 19. September folgten rund 263 Wissenschaftler und Experten aus insgesamt 45 Ländern (Teilnehmerliste und Länderspiegel) unserer Einladung ins Wissenschaftszentrum der Stadt Bonn. Eröffnet wurde die Konferenz von der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, dem Oberbürgermeister der Satdt Bonn, Jürgen Nimptsch, dem Rektor der Universität Bonn, Jürgen Fohrmann und dem Initiator von BION, Walter Erdelen. Sie alle betonten die Wichtigkeit der Erhaltung der biologischen Vielfalt und die hervorragenden Voraussetzungen, die der UN-Standort Bonn dafür bietet. Dies wurde in den darauf folgenden Hauptreden von Maximilian Weigend (Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen, BION-Sprecher), Anne Larigauderie (Geschäftsführerin des Weltbiodiversitätsrates IPBES) und Michale Koch (Direktor für Finanzen des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt GCDT) noch einmal eindrücklich unterstrichen.

In den dann jeweils 90-minütigen Sessions wurden Themen wie das Artensterben und die Biodiversitätskrise, globale Biodiversitäts-Muster, Monitoring-Technologien, Biodiversität für Ernährung und Landwirtschaft, Biodiversität und Entwicklung, ethische Aspekte der Biodiversität, gesellschaftliche Dimensionen, Capacity Building und interdisziplinäre Ansätze diskutiert. Eingeleit wurden die Themen durch hochrangige, internationale Referenten, wie Stuart Pimm von der Duke University in den USA, Pushpam Kumar von der UNEP in Kenia, Dieter Birnbacher der Universität Düsseldorf und Alberto Acosta der FLACS in Equador.

Nach den insgesamt 9 Themenblöcken von Mittwoch bis Freitag gab es zum Abschluss eine „Concluding Session“ von Maximillian Weigend, dem Sprecher des BION-Netzwerks. „Mit unserer Konferenz ist es gelungen, regionale, lokale und internationale Akteure mit international ausgewiesenen Experten zu diesem sehr hoch komplexen Themenfeld an einen Tisch zu bringen und einen Wissens- und Erfahrungstransfer auf sehr hohem Niveau zu erreichen“, so Weigend. Das Ziel der ersten internationalen BION-Konferenz, ein dynamisches Forum für aktuelle Fragestellungen der Biodiversitätsforschung zu schaffen, ist den Veranstaltern demnach gelungen. Dies zeigen auch die vielen Projektideen, die im Zuge der Konferenz entstanden sind. So wurden etwa Grundsteine für die Projekte „Biodiversität und kulturelles Erbe im Nord-Westen Perus“ und „Biodiversitäts-Konservatorium Melbtal“ gelegt.

Im Vorfeld der Konferenz veranstaltete das Forum Internationale Wissenschaft der Universität Bonn zusammen mit dem Liaison Office Internationale Wissenschaft der Stadt Bonn vom 12. - 15. September 2014 eine globale Dialogveranstaltung zum Thema "Reflecting Biodiversity – Holistic approaches and regional adaptation. Im Rahmen dieses vom DAAD geförderten Alumni Seminars trafen 25 Experten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten zusammen, um regionale Umweltproblematiken vorzustellen. Die Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Behörden sowie Entscheidungsträger aus Regierungs- und privaten Organisationen berichteten dabei auch über ihre eigenen Projekte und Ideen zur Eindämmung der Zerstörung von Artenvielfalt und Lebensräumen.

BION - das Biodiversitätnetzwerk Bonn wurde 2013 gegründet und hat inzwischen 55 lokale, regionale und internationale Partner aus dem Bereich der Biodiversität und Entwicklung. Partner aus traditionellen Richtungen der Biodiversitätsforschung wie Botanik, Zoologie, Geographie sind dabei ebenso vertreten wie Vertreter aus Ethik und Soziologie. Neben Institutionen der Vereinten Nationen, Bundes- und Landesministerien und deren nachgeordneten Behörden, Universitäts-Instituten und Forschungseinrichtungen, gehören auch Nicht-Regierungsorganisationen, Stiftungen und die Stadt Bonn selbst zu den Partnern. Das Netzwerk möchte so einerseits die Erforschung und Erhaltung der biologischen Vielfalt vorantreiben, aber auch eine bessere Kommunikation unter den vielfältigen Fachrichtungen ermöglichen und so die Interaktion zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik fördern.

Gefördert wird BION vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUB).

(von Meike Seibert und WF)

 Abschlusspressemeldung BION Konferenz 2014


PM zur Konferenz von der Deutschen Welle (externer Link)